Dienstag, 15. November 2005

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habe gerade einen sehr aufschlussreichen und zukunftsweisenden abend hinter mir, der ein grinsen auf mein gesicht gezaubert hat, welches meinen ganzen nach hause weg lang angehalten hat. wollte die kanadische luft geniessen, was darin resultiert, dass ich jetzt nicht nur eine leise ahnung habe, warum man hier von gefühlter kälte spricht, sondern auch nach wie vor in meinem parka sitze, wenngleich mein zimmer humane temparturen aufweist. habe mich endlich mal mit Kim, ein sehr nettes Mädel, welches auch in meinem desperaten nachbarschaft den überaus geschätzten job einer sitteren innehat, getroffen und uns bei sekt und pino grigio dermassen über unsere derzeitigen leben amüsiert, dass uns der nachbartisch fragte, ob wir vom film kommen. Dies führte dann zu der überlegung, falls unsere beiden universitäten pläne- und wir arbeiten gleichermaßen hart daran- scheitern sollten, wir doch einfach ein buch schreiben könnten. material is en masse vorhanden, allerdings laufen wir gefahr, zensur zu unterlaufen, da wir mit unseren einblicken in die ein oder anderen abgründe dieser (schein-) welt so einiges zum wanken bringen könnten. Soviel power zu haben ist andererseits auch kein schlechtes gefühl...Jedenfalls ist hier wenig so, wie es suggeirert wird und wenn man diese Einsicht einmal gewonnen hat, muss man sich eine Entscheidung abringen, ob man darüber lachen oder weinen soll.

Seit meinem letzten eintrag habe ich nicht viel aussergewöhnliches erlebt, da meine nur latent vorhandene Energie darauf ging, die Kids im Zaum zu halten und sie zu verschiedensten vergnügungen diversester Art zu eskortieren.
Ein ganz neues Erlebnis sind hier kindergeburtstage...während unser eins sich noch mit stopp-essen und blinde kuh spielen den nachmittag vertrieben hat, sind hier diese events eher ein Jahrmarkt der Eitelkeiten, die wohl nur noch von einer Hochzeit übertrumpft werden können. Gefeiert wird in ausgesuchten locations jenseits der heimatlichen residenz mit einem programm, welches die kids bei Laune hält, während den busy mamas der champus kredenzt wird. Damit die Parentalgeneration sich auch mit den anderen Bedürfnissen und Nöten der Kleenen nicht auseinandersetzen muss, kommen die nannies mit, denn wer will sich schon mit pipibox-duties die zeit stehlen lassen....

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