Mittwoch, 11. Januar 2006

snowfaces, air force one

so beschrieb man tom und mich, als wir uns plötzlich in einer strasse wieder fanden, in der ausschliesslich afro-amerikaner rumhingen und scheinbar ein Interesse an uns hatten, nicht unbedingt ein positives allerdings. Von jetzt auf gleich herrschte eine komische atmosphäre um uns herum, was dazu führte, das wir unsere Schritte beschleunigten und ich meine tasche fester hielt. Gerade noch die horenten Preise von James Rizzi bedauert- jetzt mal wieder unsere unbedarftheit. Passiert is nichts und wir fanden auch schnell wieder in sicheres Gefilde, aber strange war es dennoch.

Mein Gedächnis, das manchmal doch sehr einem schweizer käse ähnelt, macht es mir gerade unmöglich, die fortsetzung unseres Trips chronologisch zu beschreiben, aber ich werdes mein bestes tun, um nicht all zu viel zu vergessen.

Achja, aufgrund des feiertages haben wir uns am 1. Weihnachtstag auf den Weg gemacht, alle denkbaren viertel zu erkunden...
Dazu gehörte dann auf den Spuren Allen Ginsbergs zu wandern und Greenwich village zu entdecken, beim fledermausverkauf im China town live dabei zu sein, SoHo zu streifen und dem ein oder anderen geschäft einen besuch abzustatten. Dieser Tag war einer der Extreme, weil wir soo viele, vor allem diverse Eindrücke sammeln konnten, leider hat uns das Wetter an diesem Tag einen Strich durch die Rechnung gemacht und irgendwann wollten wir-NYC hin oder her-nur noch heim, weil wir seit stunden unterwegs waren und dass in sneakers und ohne Schirm und irgendwann fing die Pfütze im Schuh einfach an zu nerven. Beim ersten vino war das allerdings vergessen, schliesslich trägt auch das dazu bei, unseren Trip unvergesslich zu machen...Tom hatte an diesem Abend gleich noch eine völlig neue Erfahrung gemacht, denn wir waren ja schliesslich im schwulen viertel und "Tom sooooo hot". Wir hatten kaum an der Bar Platz genommen, da hatte sich gleich mal ein trupp Mexikaner um uns versammelt, um mal die sexuellen präferenzen toms abzuchecken. Als denen klar wurde, dass Tom nicht schwul ist, sich dennoch in einer schwuppen Bar befand,verhatte, hatte die kleine crew ihre Mission: tom bekehren. Für mich war das natürlich einen heidenspass, zuzuschauen, wie tom da mit worten und streicheleinheiten zur vernunft gebracht werden sollte, ich glaube, er fand es ein wenig weniger aufregend. Als nichts fruchtete, wurde dann auch noch die obligatorische beste Freundin angerufen, denn wenn Carlos nix von Tom haben sollte, dann doch wenigstens jeanette. Die war aber gott sei dank weihnachten am feiern.Immerhin bekamen wir ein paar tuntige leuchtbändchen geschenkt und tom einen ego-boost der anderen Art. Uns wäre es natürlich lieber gewesen, sie hätten unsere 10 dollar teuren Camparis bezahlt, aber was will man machen.

Nach einer schlaflosen Nacht für Tom, da unsere Zimmernachbarn ihre lautstarken Gespräche auch um fünf uhr morgens noch nicht einstellen wollten-mich das aber nur peripher tangierte- war zumindest schonmal der Plan für den Abend klar: "Heute Abend besauf ich mich, noch so eine Nacht geht garnet..."

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