Dienstag, 13. September 2005

eine andere welt und ein oclb ähhhh LCBO

Back again.

Seit meinem letzten Eintrag sind ja schon ganze drei Tage vergangen und ich bin so voller neuer Eindrücke, dass es schwerfällt, alles zu ordnen und hier quasi auf Papier zu bringen.
Abr fangen wir doch bei der Kreation der Muffins an, die ich mit viel Nächstenliebe und Überwindung gebacken habe. Nein, backen wollte. Wer meine Backaversion kennt, weiss zum einen also zu schätzen, wenn ich solch eine unheilvolle Aufgabe übernehme, weiss aber andererseits auch, dass man mit einem mal eben gekauften Kucken beim Weirich um die Ecke sich zumindest kuchentechnisch auf der sicheren Seite befindet. Anyway, da ich einen guten Eindruck erwecken wollte, bot ich mich gleich an, die Blueberry-Bananen Muffins Freitagmorgen herzustellen. Schön, da trifft dann die eine Abneigung gegen die andere, denn wenn es ein Obst mehr verabscheue als Ananas, dann sind es Bananen. Gleich zweimal Höchststrafe. Backen und Bananen. So mancher mag sich fragen, wo an dieser Stelle mein Problem lag und um präzise zu werden, ich habe das Rezept nicht gelesen...und anstatt 1,5 Tassen Buttermilch mal schlappe 1,5 Liter genommen. Den Rest könnt ihr euch also vorstellen...Bissi flüssig der ganze Teig und recht unlecker. Die Ratten in der Toilette haben sich gefreut, ich mich noch mehr, denn das bedeute für mich, zum Supermarkt gehen, nochmal backen und den Tag mit in der Küche Abhängen verbringen. Probiert habe ich natürlich keinen, aber wer sich traut, es sind noch welche da....lässt garnicht tief blicken.
Der Freitag an sich verlief recht unspektakulär, schließlich war ich ja auch völlig fertig von meiner Backaktion und diese schloss dann schließlich mit der obligatorischen Flasche Wein und einem netten, gemeinsam zubereiteten Abendessen.

Mit mal kurz in derTanke Prosecco kaufen ist hier übrigens Fehlanzeige. Ein Rausch will hier gut geplant sein, denn Alkohol muss man in sogenannten OCLBs kaufen, das sind Supermärkte, die ausschließlich Alkohol offerieren. Da bleiben dann aber keine Wünsche offen.

Mein Samstag gestaltete sich ziemlich entspannend und ich lernte mal so ein bisschen, wie der Hase hier so läuft. Man bezahlt in der Regel mit seinem guten Namen und ohne ein Clubmembership ist die Welt weniger bunt. Aber da ich ja ein Semifamilienmmitglied bin, kann ich einige Annehmlichkeiten in Ansrpuch nehmen, zumindest solange Susanne dabei ist. Sei es der Besuch im Segelclub auf einer Insel unweit Torontos, das Verweilen im Pool oder auch das bevorstehende Skifahren im Winter...ohne membership ist man quasi nicht existent.

Bei dreißig Grad verstand es sich am Samstag von selbst, dass wir die Fähre nahmen und auf eine Insel in den Segelclub zum Schwimmen fuhren. kanada 009Die Kinder hatten einen Mordsspaß und ich einen Sonnenbrand. Nachmittags war ich dann das erste Mal mit den Kids für ein paar Stunden alleine und das gestaltete sich völlig unproblematisch. Solange wir drei alleine sind, machen die Kinder , auch wenn wir hierfür ab und zu mal in eine Diskussion in der Manier vom RTL- Nachmittagsprogramm ausbrechen, was ich will, und das ohne viel Aufstand. Anders, wenn Susanne da ist. kanada 001Der Kleine ist noch völlig auf sie fixiert und fährt ab und zu eine kleine Heulzeremonie auf- euphemistisch ausgedrückt- wohlwissend, dass sie ihm dadurch die angestrebte Aufmerksamkeit bietet und seine Wünsche erfüllt. Da ist dann auch Daddy machtlos.
Vielleicht doch lieber ein Hund?!

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