Samstag, 22. Oktober 2005

Der Weg des Exzesses...

führt zum Palast der Weisheit. Für alle diejenigen, die ein schlechtes gewissen haben sollten, weil sie zu sehr irdischen genüssen gefröhnt haben, sei hiermit eine universelle Weisheit mit auf den Weg gegeben, welche nun ein für alle mal rechtfertigung für das ein oder andere exorbitante Verhalten gelten soll. Also, lasst die rosa röckchen rocken! Das Zitat entstammt übrigens meiner momentanen Lektüre über mein Examensthema, denn mein schlechtes gewissen, treibt mich endlich mal an den schreibtisch. Wo leider auch mein laptop seinen platz hat...
Seit gestern ist mein lieber Besuch, sprich Esther, wieder von dannen gezogen und deswegen trage ich gerade trauer. Wir hatten eine super Woche, sehr viel Spass, kein rumgezicke bis auf das der kinder und dies wurde mit diversesten vom-mund-auf-die hüfte-produkten der Marke Kinder zum stillstand gebracht. Wir haben es uns allerdings auch nicht schlecht gehen lassen, den ein oder anderen Eiweissschock durch übermässigen Sushikonsum überlebt, heraugefunden, dass man vor dem Saunieren nicht zuviel sekt trinken sollte und dass man in toronto in der U-Bahn immer noch die zesche prellen kann. und in den bussen manchmal. Die Starbucksarmomastreuer zu klauen haben wir uns aber dann doch nicht getraut. Damn.

collage91

Dienstag, 18. Oktober 2005

no APOLOGIES

zunaechst einmal moechte ich mich nicht dafuer entschuldigen, dass ich soooo
lange nicht geschrieben habe, denn bisher habt ihr es ja auch noch nicht
geschafft, einen kommentar zu veroeffentlichen...
natuerlich gibt es mal wieder einiges zu berichten, aber mit dem alter
laesst ja auch das gedaechtnis nach und aufgrund dessen do i dont know where
to start. Es tut mir leid, wenn ich ab und zu in ein kauderwelch aus deutsch
und englisch verfalle, aber das ist basically how i work...mit bruce spreche
ich nur english, denjenigen, die meine stimme ab und zu mal hoeren wollen,
ist sicherlich nicht entgangen, dass er einen ueber alle grenzen hinaus
lustig ist und ausser dem Wort Prost nichts sagen kann, dies aber in einem
20 minuten monoloig durchaus gerne mal thematisiert. wer also noch nicht so
genau weiss, wovon ich spreche, sei eingeladen, einmal anzurufen.
Mit Jessica halte ich es ähnlich, bei Susanne bediene ich mich dann meiner ureigenen muttersprache, schliesslich is dat kind auch aus da eifel, und bei matthew kommt es dann ganz auf geduld und zeit und thema an und überhaupt. Und manchmal denkt man ohnehin, die kids hätten einen hörschaden...


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Dienstag, 11. Oktober 2005

pumpkinpie and deutsch für anfänger

Einen schönen guten Tag nach Deutschland!
Habe gerade ein kalorienreiches und alkohollastiges thanks giving wochenende hinter mir und bin gerade froh, dass dienstag ist. Die letzten tage sind mal wieder wie im flug vergangen und so langsam erreicht mich mein schlechtes gewissen, da ich mich bis dato ähhhhh wenig um meinen unversitären werdegang kümmere. aber im ausrede afuzählen bin ich, wie ich gestern schon selber feststellen musste, mittlerweile ein weltmeister und auch wirklich um keine verlegen. leider ermahnt mich auch keiner, da mir am freitag bei einer dinnerparty gesagt worden ist, dass ich doch besser im finance-sektor aufgehoben wäre, wo man wenigstens noch reich werden kann. Passt doch auch ziemlich gut zu mir, nicht wahr?
Sonntag war dann traditionell grosses turkey -gelage angesagt und das war auch sehr witzig. wir haben zwar lange gebangt, ob uns der turkey gelingen mag, ihn zwischendurch sogar in die mikrowelle verfrachtet haben aus angst davor, dass das fette teil nicht rechtzetig auftauen würde, aber zu guter letzt hat sich alles zu unseren gunsten entwickelt. Habe dann auch einen kulinarischen einblick in die kanadische küche erhalten, die ich im grossen und ganzen ganz gerne mag. bis auf den begrüssungscocktail-ein vodka-tomatensafttabassco-gemuese-mix ( fies, oder? bloody mary mit grünstich. ich musste mich schütteln...) ist alles durchaus zur nachahmung zu empfehlen. Gin Tonic als Aperitif ist nämlich auch akzeptiert. Ein besonderes highlight war das Dessert, ein Pumpkinpie mit vanilleeis. Und zur späteren Stunde gab es dann eine kleine einfürrung in die deutsche sprache, die allerdings nicht über den Satz ich chauche ein kippe hinausging, da dieses sätzchen -trotz alkoholkonsums- für kaum jemanden auszusprechen war. Der Herr Stubbs hätte seine wahre Freude gehabt...

Donnerstag, 6. Oktober 2005

'Was, Sie trinken kein Champagner?

Wer hat euch diese frage schonmal gestellt? Ja, ok, im Zappo (gibts da champus?) bekommt man das ja taeglich als besondere Art der Rhetorik vor den Latz geknallt, aber dass ich mich damit in Toronto rumplagen musss...richtig, das ist einer der Fragen, die ich bei meinem Aufeinandertreffen mit der anderen Welt mir anhoeren musste und aufgrund ihrer Besonderheit mir noch eine Weile im Gedaechtnis erhalten bleiben wird.
Nachdem ich das Bankenviertel mit seinen beeindruckenden Wolkenkratzern und umso langweiliger gekleideten Menschen zur genuege zu Gemuet gefuehrt habe, ging es zum neuen it-spot der Bankergeneration. ich befand mich also ploetzlich in einer Horde Geldmenschen, und ich war nicht nur die juengste, sondern auch die chillernste, da ich mich unerhoerterweise meines tuerkisen schals nicht entledigen wollte. Ja, zieht ja auch die aufmerksamkeit auf sich und so wusste ich nach vielen Sektchen- entschuldigt, aber lieber viel trockenen freischenett trinken wenn schon trocken feiern- wo und warum man in dieser wirtschafts welt am besten lebt und, ich sage euch, auf in die Schweiz. Oder Dubai,""denn dort kann ich viel kohle machen und dort gibt es frauen, und ich bin ja noch single." Wunderte mich nicht, denn Will, der 29 jaerige Hollaender, hatte den Charme einer Zahnarztpraxis. Nicht nur, dass er zu der Kategorie der Maenner gehoerte, dessen Schmierigkeit man nur mit einer Scheibe Brot ertragen kann. Nein, um dem noch einen draufzusetzen, ruegte er meine Schamlosigkeit, ihn einfach zu dutzen - ja, weiss gott, er sprach deutsch, der gute Hollaender, und verschmach dann noch meinen schlechten Geschmack, da ich ja nur Sekt trank und keinen Champagner. Um sich keine bloesse zu geben, lud er mich zum Champus ein, in der Hoffnung, ich wuerde vielleicht eine seiner fuenf emails, die er mir bis dato geschrieben hat, beantworten. Mein Spam freut sich...
Der Rest des Abends war dann dennoch nett, da wir die location wechselten und tanzen gingen und da spricht man ja bekanntlich nicht so viel. Ausserdem habe ich endlich nocheinmal die Bestaetung bekommen, das richtige Studium gewaehlt zu haben...

Dienstag, 27. September 2005

Ben and Jerries und Barbados

Obwohl mein Laptop immer noch stumm vor sich hinleidet, gibt es nochmal ein paar Neuigkeiten aus der kanadischen Grossstadt, leider ohne visuelle reize, denn die muessen noch ein wenig auf der kamera verweilen. Bruce hat mir netterweise sein office zur verfuegung gestellt, aus dem ich einen netten Blick auf die Strasse habe, auf der sich gerade drei eichhoernchen streiten.
So langsam entdecke ich Toronto fuer mich und die stadt gefaellt mir immer besser. Die Leute sind sehr relaxt und freundlich und die City hat viel flair, was darin resultiert, dass mir die groesse der Stadt beim durchflanieren ueberhaupt nicht bewusst wird.
dscn0161
Natuerlicht gibt es auch dunkle ecken, aber die kann man ja meiden, es sei denn, man tut es mir gleich, versucht den weg zum strand per perdes zu finden, fernab aller radwege und landet dann in irgendwelchen locations, wo man nur noch abgerissene Zaene und schilder findet, die da besagen, beware of dog, um dann gleich danach den suessen kleinen pittbull dahinter zu entdecken. Aber, wie gesagt, man muss es mir ja nicht gleich tun. Den Strand habe ich dennoch gefunden und das war die Odyssee auf jeden Fall wert.

collage7
andererseits gibt es derzeit viele kulturelle Highlights, auf die ich mich freue, und darin manifestiert sich dann doch wiederum das grossstaedtische, etwas, dass man ja in trier leider vermisst. Den hedonistischen freuden des Lebens kann man natuerlich auch exzessiv froehnen, die bei mir ja dann meist mit netten Erinnerungen einhergehen. Als ich den ersten Ben und Jerrys LAden auftat, habe ich mir natuerlich erstmal ein cookie dough gegoennt und gleichweg ein bisschen sentimental geworden, wenn ich da an die naechtlichen rationen benundjerryshalfbakedmit Biggi und Esther denke, das einfach nach intensivem Sektgenuss obligatorisch war und wir damit dann gleichzeitig etwas fuer die Wirtschaft der Araltanke Ostallee taten, wenn wir mal wieder des nachts eisshoppen gingen- und uns dabei auffiel, was zu dieser Zeit alles so in den Strassen Triers kreuscht und fleuscht.
Den Bahamasguy habe ich dann auch endlich kennengelernt und auch wenn er nicht meine potentielle Altersversorgung sein mag, sehr zu Bruce 's Leidwesen, war er doch sehr witzig und mein Silvesterurlaub auf Barbados ist somit auch geritzt.
Heute Abend werde ich mich dann ein Horde Banker aussetzen, denn Susanne hat ein Dinner fuer mich mit ihren Kollegen organisiert. Man darf also gespannt sein...

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