Sonntag, 25. September 2005

mein schlepptop hat sich wegen ueberforderung aufgegeben

und deswegen gibt es gerade von mir nur wenig news, da mein Zugang zum internet sehr restricted ist. Aber, nicht verzagen, sobald das ding - hoffentlich bald- wieder am Laufen ist, gibt es auch wieder nette stories und bilder aus Toronto.
Bis denne...

Sonntag, 18. September 2005

und ändern wird sich dennoch nichts- oder doch?!

Gebannt warte ich aus weiter Entfernung auf das Ergebnis der Wahlen. Nach intensiver Durchsicht diverser Tageszeitungen wird deutlich, dass die kanadische Presse eindeutig auf Merkels Seite steht und sie wirft Schröder acht Jahre Stagnation vor. Mal sehen, ob wir Deutschen das genauso sehen...
dscn0090

Es ist Samstagabend und so gediegen wie heute habe ich einen solchen schon ewig nicht mehr verbracht. Bruce und Susanne sind auf einer engagementparty und für mich ist somit kinderhüten angesagt. Kinder sind richtig toll- wenn sie schlafen.
kanada 016
Meine Zeit am Wochenende ist recht ausgefüllt mit der Beschäftigung der Kinder und es klappt auch recht gut, wenn man davon absieht, dass meine Ansicht von Kindererziehung absolut nicht mit der der Eltern konform geht. Man mag an dieser Stelle argumentieren, dass ich ja noch keine habe, aber dennoch finde ich es überflüssig, allles zehnmal sagen zu müssen und den KIndern dann doch noch jeden Wunsch zu erfüllen. Mal sehen, ob sich da noch was biegen lässt...

Am Donnerstag habe ich einen erneuten Trip in die City gestartet und mal ein wenig auf dekadent gemacht.dscn0084 Mein lonelyplanet versprach einen beeinduckenden Blick vom Park Hyatt Hotel, verschwieg derweil aber, dass es nicht gerade zu den günstigsten Etablishments in der City gehört. Anyway, wie der Amerikaner jetz t wohl sagen würde, der Blick war es wert...zehn dollar für einen sekt im 18. stock auf der Dachterrasse des eben genannten Hotels zu zahlen. dscn0095Dafür gab es einen netten Ausblick, noch nettere Kellner und für einen kurzen Moment ein erhabenes Gefühl, zu den Menschen zu gehören, die in diesem Hotel verweilen, um abends zum Filmfestival zu gehen.
Auch ich hatte mir vorgenommen, meine Zelt für kurze Zeit dort aufzubauen, in der Hoffnung, George Clooney über die Füße zu laufen , aber als ich ihn Tage zuvor in einem Bademantel gekleidet abgelichtet sah, wurde mir eindeutig bewusst, dass auch bei ihm so langsam der Lack blättert.
Bruce findet das wiederrum super, denn jetzt sieht er seine große Chance, mich mit seinem Freund zu verkuppeln, der auf den Bahamas lebt und gerade in town ist. Sollte euch Kanada für einen Besuch also zu kalt werden, auf den Bahamas lässt es sich sicherlich ganz gut im Bikini bzw. Badehose chillen, auch im Winter. "No worries, Suzie, he has enough money to host all your friends and a big fridge for all the champagne you will need".
Da tun sich also gerade ganz neue Perspektiven auf...

Donnerstag, 15. September 2005

Its already a week ago...

dscn0070since I left Germany...
und somit auch quasi in eine andere Rolle geschlüpft bin. Unterschiedlicher können Leben nicht sein, und das vermag ich auch noch garnicht wirklich zu begreifen. Momentan geniesse ich für mich die hier herrschende Leichtigkeit des Seins und setze mich mit scheinbar so profanen Dingen auseinander wie die Verköstigung meiner Plagen, das Entertainmentprogramm für dieselbiegen und die Planung meiner Freizeit. Ich erlebe also gerade eine ganz andere Seite des Lebens und somit auch eine nie dagewesene an mir. Natürlich gibt das gleichzeitig Impuls für andere Auseinandersetzungen mit den eigenen Zielen und Wünschen, aber das sei hier nur am Rande erwähnt.
Bis jetzt erlebe ich jeden Tag etwas Neues und das macht natürlich total Spass. Dennoch hat sich gleich eine tägliche Routine eingespielt, die meinem Leben zumindest ansatzweise Struktur zukommen lässt. Morgens stehe ich recht früh auf und mache ein bisschen Spocht im Fitnessraum nebenan. Danach bereite ich das Frühstück für die Kids, kümmere mich um ihr Outfit, welches gerade bei fast 6jährigen Mädels wohlüberlegt werden will, und bringe dann den Matthew in den Kindergarten. Danach räume ich ein bisschen auf und erledige den Einkauf, bzw. lasse ich den erledigen, denn Lebensmittel kann man hier im Internet bestellen. Dann muss ich Matthew um vier Uhr abholen und anschließend kümmer ich mich dann mehr oder weniger um die Kids, bis sie schlafen gehen. Derzeit ist erstmal Grenzen testen angesagt und Jessica beherrscht ihre Rolle als pain in the neck schon ganz gut. Da geht man dann auch mal selbst an seine Grenzen, aber in diesem Mikrokosmos kann ich dann wenigstens mal antesten, ob meine Nerven potentiell in der Lage dazu sind, über den Dingen zu stehen, oder ob ich mich jetzt schon in der Nervenanstalt anmelden soll, für das anstehende burn-out-syndrom in meinem späteren Beruf.

In meiner Freizeit beschäftige ich mich dann derzeit damit, Toronto ein bisschen besser kennenzulernen und tue dass dann mit dem Fahrrad. Die Innenstadt ist in 10 Minuten zu erreichen, die Uni ist nur unwesentlich weiter weg. Die Stadt hat einiges zu bieten und gefällt mir bis dato ziemlich gut. Ein Starbucks an jeder Ecke und mit den Preisen an sich lässt es sich auch noch leben.dscn0078

Die Uni ist auch ganz nett, aber auf viele kleine Fakultäten verteilt. Ich habe es tatsächlich geschafft, eine Viertelstunde in der Bib zu verbringen, ohne auch nur ein einziges Buch ausfindig zu machen. Gott sei Dank treffe ich mich am Montag mit meiner Vörgängerin, die gerade hier ihre Doktorarbeit schreibt, und sie wird mir alles erklären, denn ganz nebenbei wollte ich ja auch noch eine Examensarbeit schreiben...

Dienstag, 13. September 2005

eine andere welt und ein oclb ähhhh LCBO

Back again.

Seit meinem letzten Eintrag sind ja schon ganze drei Tage vergangen und ich bin so voller neuer Eindrücke, dass es schwerfällt, alles zu ordnen und hier quasi auf Papier zu bringen.
Abr fangen wir doch bei der Kreation der Muffins an, die ich mit viel Nächstenliebe und Überwindung gebacken habe. Nein, backen wollte. Wer meine Backaversion kennt, weiss zum einen also zu schätzen, wenn ich solch eine unheilvolle Aufgabe übernehme, weiss aber andererseits auch, dass man mit einem mal eben gekauften Kucken beim Weirich um die Ecke sich zumindest kuchentechnisch auf der sicheren Seite befindet. Anyway, da ich einen guten Eindruck erwecken wollte, bot ich mich gleich an, die Blueberry-Bananen Muffins Freitagmorgen herzustellen. Schön, da trifft dann die eine Abneigung gegen die andere, denn wenn es ein Obst mehr verabscheue als Ananas, dann sind es Bananen. Gleich zweimal Höchststrafe. Backen und Bananen. So mancher mag sich fragen, wo an dieser Stelle mein Problem lag und um präzise zu werden, ich habe das Rezept nicht gelesen...und anstatt 1,5 Tassen Buttermilch mal schlappe 1,5 Liter genommen. Den Rest könnt ihr euch also vorstellen...Bissi flüssig der ganze Teig und recht unlecker. Die Ratten in der Toilette haben sich gefreut, ich mich noch mehr, denn das bedeute für mich, zum Supermarkt gehen, nochmal backen und den Tag mit in der Küche Abhängen verbringen. Probiert habe ich natürlich keinen, aber wer sich traut, es sind noch welche da....lässt garnicht tief blicken.
Der Freitag an sich verlief recht unspektakulär, schließlich war ich ja auch völlig fertig von meiner Backaktion und diese schloss dann schließlich mit der obligatorischen Flasche Wein und einem netten, gemeinsam zubereiteten Abendessen.

Mit mal kurz in derTanke Prosecco kaufen ist hier übrigens Fehlanzeige. Ein Rausch will hier gut geplant sein, denn Alkohol muss man in sogenannten OCLBs kaufen, das sind Supermärkte, die ausschließlich Alkohol offerieren. Da bleiben dann aber keine Wünsche offen.

Mein Samstag gestaltete sich ziemlich entspannend und ich lernte mal so ein bisschen, wie der Hase hier so läuft. Man bezahlt in der Regel mit seinem guten Namen und ohne ein Clubmembership ist die Welt weniger bunt. Aber da ich ja ein Semifamilienmmitglied bin, kann ich einige Annehmlichkeiten in Ansrpuch nehmen, zumindest solange Susanne dabei ist. Sei es der Besuch im Segelclub auf einer Insel unweit Torontos, das Verweilen im Pool oder auch das bevorstehende Skifahren im Winter...ohne membership ist man quasi nicht existent.

Bei dreißig Grad verstand es sich am Samstag von selbst, dass wir die Fähre nahmen und auf eine Insel in den Segelclub zum Schwimmen fuhren. kanada 009Die Kinder hatten einen Mordsspaß und ich einen Sonnenbrand. Nachmittags war ich dann das erste Mal mit den Kids für ein paar Stunden alleine und das gestaltete sich völlig unproblematisch. Solange wir drei alleine sind, machen die Kinder , auch wenn wir hierfür ab und zu mal in eine Diskussion in der Manier vom RTL- Nachmittagsprogramm ausbrechen, was ich will, und das ohne viel Aufstand. Anders, wenn Susanne da ist. kanada 001Der Kleine ist noch völlig auf sie fixiert und fährt ab und zu eine kleine Heulzeremonie auf- euphemistisch ausgedrückt- wohlwissend, dass sie ihm dadurch die angestrebte Aufmerksamkeit bietet und seine Wünsche erfüllt. Da ist dann auch Daddy machtlos.
Vielleicht doch lieber ein Hund?!

Samstag, 10. September 2005

leavin germany...

Huhu...mein erster Eintrag...

kanada 002

Die Ankunft am Flughafen gestaltete sich entspannt und mein verlorenes Ticket machte dann auch keine weiteren Probleme, wenngleich mich dieser Sachverhalt Tage vorher schon an meinem Verstand hatte zweifeln lassen und aufgrund dessen auch etwas an meinen Nerven zerrte. Auf zum check- in, schliesslich hatte Steffen irgendwann endgueltig keine Lust mehr, mir meine Koffer hinterher zu tragen, vor allem, da ab 30 auch bei Maennern die Blasenschwaeche einsetzt.

Ja, und an dieser Stelle hatte ich dann meinem Auftritt als potentieller Wasauchimmer, da sie mich zunaechst nicht reinlassen wollten. Ich traf auf voelliges Unverstaendnis bei dem Herren vor mir, als ich ihm kein Rueckflugticket vorweisen konnte. Nach mehrmaliger Absprache mit seiner Kollegin seinerseits, und einem herz-in- die -Hose-rutschen meinerseits durfte ich dann doch einchecken. Nun war es endgueltig Zeit fuer ein letztes Sektchen und fuer einen Wettbewerb im " Wer schafft es, unfotogener in die Kamera zu gucken" (Meine Scham erlaubt es mir nicht, diese Fotos hier zu zeigen, denn wir haben uns dabei beide ganz gut angestellt. ), ausserdem musste noch eine Story her, die die Unerhoertheit und Dreistigkeit rmeinerseits rechtfertigen konnte, kein Rueckflugticket zu besitzen. Verlorene Liebesmueh waere es natuerlich gewesen und das war es dann letztendlich auch, da mich niemand mehr ueber das Obligatorische hinaus kontrollierte.

Nach einem unspektakulaeren achtstuendigen Flug wurde ich dann von Bruce, mein Gastvater quasi, samt Kids abgeholt. Das Wetter ist gerade traumhaft, aber die hohe Luftfreuchtigkeit laesst erahnen, dass der Hochsommer hier kein Spass ist.
Meine Ankunftszeremonie war dann auch sehr nett und entspannend und mein neues Domizil laesst keine Wuensche offen.
sauna
kche2
schalfzimmer eltern
frontansicht1
Wir leben in einer tollen Wohngegend und das Zentrum ist zu Fuss in gut 20 Minuten zu ereichen. Momentan oute ich mich auf der Strasse permament als Auslaender, da ich versuche, das Ganze mit dem Fahrrad zu erkunden, aber da ich mich den eigenwilligen Verkehrsregeln aus Unwissen zwanglaefig wiedersetzen muss und dementsprechend ein wenig unkonventionell durch die Gegend fahre. Macht trotzdem Spass.

Meine Kiddies sind Sweetiepies und Zicken in einem.kanada 012
Wer wissen moechte, was das bedeutet sollte herkommen und sich selbst ein Bild machen. Oder auf den naechsten Beitrag warten...

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