Montag, 24. Oktober 2005

Viag[a]ra on the falls

Samstagfrüh machten wir uns dann auf den weg zur alamo autovermietung, um unseren schreiendhässlichen PT Cruiser abzuholen, um uns auf den Weg der Honeymooner zu machen, Niagarafalls. In Kanada kutscht man ein wenig gemütlicher über die autobahn als in deutschland, sprich 90 ist höchstgeschwindigkeit. und ja, wir haben hier das metrische system,also keine meilen. Achja, und uns, ganz deutsch wie wir sind, ging das, nach ausdiskutieren der ganzen vorteile des aufderstellerumjuckelns, irgendwann echt auf die nerven, denn man kommt ja irgendwie nie an, und im radio wird man hier nicht fürs singen bezahlt. Der Versuch, uns als ignorante deutsche den regeln zu widersetzen, scheiterte dann insofern, als dass wir zwar ab einer marginalen überschreitung des limits von 20 kmh die linke spur für uns hatten, dafür das automatische auto aber auch nix mehr herzugeben bereit war. Naja, haben wir halt eine sonntagsfahrt draus gemacht. Unseren ersten stop machten wir dann an am strand in hamilton und das war richtig schön. Wenn engel auf reisen gehen, ist ja auch für bestes Wetter gesorgt, und so konnte der trip nicht besser beginnen.

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Anschliessend haben wir uns dann zu niagara on the Lake aufgemacht, einem total verkitschten, aber süssen touriort mit kleinen läden im englischen stil. unsere ganze aufmerksamkeit ging hier für den candysop drauf. Ein bisschen abwärts des tourismus gab es richtige prachtvillen, da kann sogar mein desperate housewives neighbourhood einpacken. HInter einem golfplatz fanden wir dann diese Ansicht: dscn0259-1

Danach ging es dann endlich auf zu unserer final destination und da taten sich dann so diverse Abgründe auf. Da man mir schon im vorfeld gesagt hatte, dass man wo auch immer es bis dato um diese wasserfälle ging, ein falsches bild suggeriert bekommt, was die grösse und imposanz derselbigen angeht, hatte ich also wenig erwartungen
dscn0269-1 und war einfach nur gespannt.
Obwohl ich dem zustimmen muss, hat mich das naturspektakel dennoch sehr beeindruckt. Sie sind bei weitem nicht so hoch und breit wie ich vorher glaubte, dennoch war es einen Ausflug wert und die fotos sprechen ja auch für sich. Davon abgesehen haben die falls aber noch einiges mehr zu bieten, vor allem geizt es nicht mit reizen fürs Auge. Diese werden überflutet, wenn man sich die amusiermeile vor den falls ansieht, die man wohl mit mit Loret de Mar (schreibt man das so?) vergleichen könnte. Von hulk bis frankenstein, hier werden alpträume war. Oder die träume der übergewichtigen, jogginganzugtragenden durchschnittsamerikaneren, die sich auf ein bier am nachmittag freuen, und dann "drink like the Germans". Ein strafender Blick von mir, und der gute mann war nicht nur mundtot, sondern auch in eine diskussion mit seiner frau verwickelt. Immerhin sind wir uns meist darüber bewusst, dass grösse S Small und nicht Supersize bedeutet, ein kleiner umstand, dem dem einen oder anderen sehr zu unserem Amusement aus dem bewusstsein geflutscht schien. ..

a try to catch up

bevor ich mal wieder auf die suche nach einer rechtfertigung für das existentielle dilemma der heutigen zeit gehen werde, versuche ich mal wieder, die letzten tage zu rekapitulieren. By the way, der Winter hält gerade Einzug, es schifft seit gestern wie aus Kübeln und es wird auch so langsam richtig kalt. Das Gute an Toronto ist jedoch, dass man von fast jeder Ubahnstation in der innenstadt alles unterirdisch erreichen kann, will heissen, wer keine lust auf kalte luft hat, muss sich auch nicht in dieselbige begeben, da sich im untergrund sämtliche geschäfte befinden. find ich gut, denn ich leide jetzt schon unter der frauenkrankheit, dabei ist es noch nichtmal annährend winter. An dieser Stelle tausend dank an diejenigen, die mir zum Abschied socken geschenkt haben.

Als Esther hier war, tummelten sich die temperaturen immerhin noch so um die 15-20 grad marke, aber das gehört wohl für dieses Jahr nun endgültig der vergangenheit an. Nach ihrem Mammutflug von Frankfurt nach London, wo sie inklusive delay mal schlappe acht stunden aufenthalt hatte, um danach weiter nach toronto zu jetten, kam sie abends um neun uhr erstaunlich frisch hier an und ein sektchen tat dann das seinige für einen ausgiebigen schlaf . Am nächsten tag war erstmal abhängen und quatschen und gin tonic zum mittag angesagt, bevor wir uns an die planung unserer nächsten tage machten. Zwischendurch machten wir noch die bekantschaft eines ältlicheren russischen Klavierstimmers, der uns wohl beide ganz reizend fand, da er abends zum telefon griff und von uns ein paar filmtipps richtung, was wohl, drittes reich haben wollte. DIe Art und Weise, wie er sich damit auseinandersetzte, fanden wir dennoch weitsichtig ung angenehm, wenngleich er erstmal was von hitler und deutscher ordnung schwafelte, um uns im anschluss dann mitzuteilen, dass er bei den liedern der scorpions weinen muss. Darauf mussten wir dann erstnoch was trinken. Aber die freakshow ging noch weiter, denn im anschluss daran kam eric, der den pc von bruce wieder auf vordermann bringen sollte. Eric, ganz dem klischee eines informatikers entsprechend, war dann ein bisschen scary. er sah ziemlich verlaust aus und hatte eine art, die man schlicht und ergreifend am besten mit weird beschreiben kann. Hielt ihn aber dennoch nicht davon ab, mich zu fragen, ob wir mal ausgehen- schön für esther, denn es scheint ihr eine dauerschleife an belustigung zu vermachen. Achja, das ganze erhält auch noch eine steigerung, und zwar in form von daniel, dem ja, was er wohl wirklich ist, weiss niemand so genau. Dazu aber später mehr...
Eigentlich hatten wir einen trip nach Montreal geplant, denn die stadt gilt als die beste location, die kanada so zu bieten hat. Sie ist ungefähr 600 km entfernt, aber wir wollten die reise dennoch auf uns nehmen, da wir uns das europa kanadas nicht entgehen lassen wollten. Schliesslich ist es das flair europiaischer Städte, was ich hier ein wenig vermisse. Es gibt weder viehmarkt-, kornmarkt-, oder hauptmarktplätze, noch eine fussgängerzone. Natürlich lässt sich das historisch erklären, aber an dieser Stelle interessisert mich das wenig. Naja, man kann ja nicht alles haben und in Montreal soll dies ja auch alles zu finden sein. Aber nach ewigem checken der autovermietungen nahmen wir schnell abstand davon, da es einfach zu teuer war. Ist man in Kanada unter 25, kostet einen das Automieten 25 dollar extra und wenn man weiblich ist- frau am steuer, ungeheuer, nochmal 50 dollar. Damit hatten wir natürlich die Arschkarte gezogen. An alle über 25: es gibt auch noch vorteile, alt zu sein!
Nach hin und her und überhaupt haben wir uns dann überlegt, das Auto nur für einen tag zu mieten und den rest der zeit alles mit streetcar, zu Fuß und Ubahn zu erleben. Dies aber auch erst, nachdem wir festgestellt haben, dass eins unserer fahrräder aus der garage geklaut worden ist...

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